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Lasst es blühen in unseren Gärten und auf unseren Wiesen

von A. Irmler/ Imker-AG des HZG

Honigbiene mit Pollenhöschen auf einer Huflattich-Blüte, eine der ersten Quellen für Nektar und Pollen im März

Honigbiene mit Pollenhöschen auf einer Huflattich-Blüte, eine der ersten Quellen für Nektar und Pollen im März. Foto: Irmler.

Jetzt kommt der Frühling. Es summt und brummt und krabbelt und flattert wieder in unseren Gärten. Aber halt, eigentlich summt und brummt und krabbelt und flattert es gar nicht mehr so viel. Vor ein paar Jahren habe ich doch noch viel mehr Schmetterlinge, Käfer, Wildbienen, Fliegen, Ameisen, Wanzen und Zikaden gesehen und jetzt? Es ist irgendwie ruhiger geworden in den letzten Jahren, beunruhigend ruhig. Wo sind sie hin all die Schmetterlinge, Käfer, Wildbienen, Fliegen, Ameisen, Wanzen und Zikaden? Laut der Krefelder Studie, die 2017 veröffentlicht wurde, ist ein Insektenrückgang von 76 Prozent (im Hochsommer sogar von 82 Prozent) innerhalb von 27 Jahren in 63 untersuchten deutschen Schutzgebieten zu beklagen. Von den bislang beschriebenen ca. 33.000 Insektenarten in Deutschland stehen mittlerweile mehr als 7.800 Arten auf der roten Liste, d.h. sie sind vom Aussterben bedroht. Auch andere Studien

kommen zu ähnlich alarmierenden Zahlen. Aber was bedeutet das für uns? Insekten bestäuben ca. 75 Prozent aller Kulturpflanzen. Ohne diese Bestäubungsleistung würde es auf unseren Tellern ziemlich leer aussehen. Ganz ehrlich, wer möchte denn einen Apfelbaum selbst bestäuben müssen, um Äpfel essen zu können, oder eine Tomatenpflanze oder Gurkenpflanze, … ?

Insekten fressen tote Tiere und Pflanzen, den Dung der Tiere, z.B. die Hundehaufen am Feld, ohne Insekten würden sich tote Tiere, tote Pflanzen und auch die Hundehaufen bald stapeln.

Doch welche Ursachen stecken hinter diesem großen Massensterben? Es fehlt den Tieren an geeigneten Lebensräumen. Wo gibt es sie noch die blühenden Wiesen? Ein Teil der blütenbesuchenden Insekten benötigt eine spezifische Pflanzenart oder Pflanzenfamilie zum Überleben, fehlt die Pflanze, stirbt auch das Insekt. Durch Eintrag von größeren Mengen an Stickstoff z.B. durch Düngung verarmen die Wiesen an Blühpflanzen zu Gunsten von schnell wachsenden Gräsern. Es findet eine immer größere Zerstückelung der Landschaft statt, so dass Insekten nicht mehr von einer Wiese zur nächsten gelangen können oder von einem Waldstück zum nächsten. Die Wege sind zu lang, so dass sie unterwegs sterben. Auch eingesetzte Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel), Monokulturen (nur eine Pflanzenart auf einem Feld) und fehlende Hecken und Randstreifen an Feldern spielen eine große Rolle beim Insektensterben. Doch nicht nur das, wenn wir einmal genau in moderne Gärten schauen, was lebt da eigentlich noch? Der Rasen ist kurz getrimmt, es blüht nichts, die Insekten werden durch Mähroboter und Rasenmäher zerstückelt. Außen herum ist eine Thuja-Hecke, die blüht auch nicht. Vor dem Haus sind lauter Steine mit einer Folie unten drunter, damit ja kein wildes Blümlein wächst. Wo bitte sollen Insekten da einen Platz zum Leben finden? Dabei geht es auch anders. Lassen wir doch einfach ein Stück Wiese stehen. Es gibt tolle Wildblumenmischungen z.B. vom NABU in Mengen oder von Rieger und Hoffmann zu beziehen über Mellifera (www.mellifera.de). Lassen wir doch ein paar alte Äste liegen, die Unterschlupf bieten und wo die Weibchen ihre Eier ablegen können. Auch ein Steinhaufen dient als Unterschlupf und Kinderstube oder eine sogenannte Natursteinmauer. Wenn jeder ein wenig mithelfen würde, könnte es den Insekten besser gehen. Selbst auf einem Balkon kann man im Balkonkasten Wildblumen anziehen oder Kräuter wie Thymian und Lavendel wachsen lassen. Lasst es blühen in unseren Gärten und auf unseren Wiesen, die Insekten sind es wert.

   

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